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Aufbruch zum Mond

First man

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Donnerstag, 20.12.2018
18:00 Uhr

Als das neue Wunderkind Hollywoods wird Regisseur und Drehbuchautor Damien Chazelle hochgeschätzt. Kein Wunder, schließlich ist er der jüngste Regie-Oscar-Gewinner aller Zeiten. Sein mitreißendes Spielfilmdebüt „Whiplash“ inszenierte er, gerade einmal 28 Jahre alt, in nur 19 Tagen. Das Ergebnis: fünf Nominierungen für den Oscar, von denen der Schlagzeug-Thriller drei dann auch gewann. Dass er absolut kein One-Hit-Wonder ist, war dann spätestens zwei Jahre später klar, als er mit seiner zweiten Regiearbeit „La La Land“ Publikum wie Kritiker gleichermaßen verzauberte. Das nostalgische L.A.-Musical mit Ryan Gosling und Emma Stone heimste gleich sechs Goldjungen ein (darunter eben auch den für die Beste Regie) und wurde insgesamt sogar 14 Mal nominiert. Damit zählt der Film neben „Titanic“ und „Alles über Eva“ zu den Top 3 der meistnominierten Filme seit Beginn der Oscars. Ein solch grandioser Triumph setzt einen Filmemacher natürlich enorm unter Druck, denn eigentlich gibt es in so einer Situation nur zwei Möglichkeiten: Entweder knüpft man nahtlos an den Erfolg des Vorgängers an - oder man setzt das nächste Projekt mit Anlauf so richtig in den Sand.

Einen Rüffel erhielt das biographische Raumfahrer-Drama „Aufbruch zum Mond“ bei seiner Premiere als Eröffnungsfilm des Filmfestivals von Venedig jedenfalls schon (wenn auch von fragwürdiger Seite): Chazelle entschied sich nämlich ganz bewusst dazu, den ikonografischen Moment, in der Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin den Mond mit einer US-Flagge markieren, nicht im Film unterzubringen. Der Regisseur und sein Team wollten mit „Aufbruch zum Mond“ eben nie ein politisches Statement setzen, sondern sich vorwiegend mit der Person Neil Armstrong und seiner Familie befassen. Gerade für konservative Amerikaner ein absolutes No-Go, diese patriotische Heldentat im Film nicht angemessen (sprich mit Stars und Stripes) zu würdigen. Aber man muss sich wohl tatsächlich solche abseitigen Punkte heraussuchen, um überhaupt groß was zum Kritisieren zu finden. Denn auch wenn Chazelles erste Regiearbeit, bei der er nicht auch selbst das Drehbuch verfasst hat, zugleich auch seine bisher konventionellste ist, begeistert „Aufbruch zum Mond“ sowohl erzählerisch als auch inszenatorisch als großgedachtes Hollywoodkino, das seinen Zuschauern ein eigentlich jedem bekannten Ereignis noch einmal von einer völlig neuen Seite näherbringt. Zudem ist „Aufbruch zum Mond“ auch einfach ein audiovisuelles Erlebnis von universeller Schönheit. 140 Minuten, die zum Staunen einladen.

Als die Tochter von Neil (Ryan Gosling) und Janet Armstrong (Claire Foy) 1962 im Alter von nur zwei Jahren verstirbt, stürzt sich der junge Raumfahrer und ehemalige Navy-Pilot wie besessen in seine Arbeit. Sein Ziel: Als erster Mensch der Welt möchte er einen Fuß auf den Mond setzen. Doch der Weg dorthin ist steinig. Neils Testergebnisse sind gut und er wird als einer von neun Raumfahrern ins Gemini-Programm aufgenommen, das als Vorbereitung auf das Apollo-Programm dienen soll. Aber während der Tests kommen immer wieder Raumfahrer zu Tode und die Stimmung im Land kippt zunehmend. Darf man für die Forschung tatsächlich Menschenleben opfern? Auch im Hause Armstrong nagen die Ereignisse an den Nerven der besorgten Ehefrau Janet, der es davor graut, ihren Kindern irgendwann einmal sagen zu müssen, dass ihr Vater nicht mehr nach Hause kommt. Doch die Apollo-11-Mission rückt näher und 1969 steht Neil Armstrong kurz davor, zum Mond aufzubrechen…

Regie: Damien Chazelle

Darsteller:  Ryan Gosling, Claire Foy, Jason Clarke

Filmlänge: 142 min

FSK: ab 12 Jahren

USA 2018

Öffnungszeiten

Montag  - Mittwoch

11:30 Uhr - 01:00 Uhr

Donnerstag

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Sonntag

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