MATRIX 4: RESURRECTIONS

Kino
2579387jpg-r_1920_1080-f_jpg-q_x-xxyxx
Datum: Mi, 19. Jan 2022 00:00

 

Alle Termine:


  • Do, 13. Jan 2022 20:00
  • Fr, 14. Jan 2022 20:00
  • Sa, 15. Jan 2022 20:00
  • So, 16. Jan 2022 20:00
  • Mo, 17. Jan 2022 20:00
  • Di, 18. Jan 2022 20:00
  • Mi, 19. Jan 2022 20:00

Mit ihrem bahnbrechenden Cyberpunk-Meilenstein „Matrix“ katapultierten die Wachowskis das Science-Fiction-Genre im März 1999 schon neun Monate vor allen anderen ins neue Jahrtausend. Der Film revolutionierte nicht nur die Art und Weise, wie digitale Effekte in Hollywood-Blockbustern eingesetzt werden, sondern lenkte die popkulturelle Aufmerksamkeit zugleich auch auf philosophische Fragen, die seither auch im alltäglichen Leben eine immer größere Rolle spielen: Das beginnt mit der abstrakten Frage, ob wir nicht alle nur in einer Simulation leben – und endet mit dem brandaktuellen Dilemma, sich zwischen einer (vermeintlich) glücklichen Ignoranz und der befreienden, wenngleich überfordernden Wahrheit entscheiden zu müssen.

Der Spieledesigner Thomas Anderson (Keanu Reeves) führt seit Abschluss seiner populären „Matrix“-Trilogie ein ödes, unglückliches Leben in San Francisco. Um seine ständigen Halluzinationen zu unterdrücken, schluckt er auf Anraten seines Therapeuten (Neil Patrick Harris) zudem haufenweise Medikamente. Die Pillen führen aber ebenso wenig weiter wie die Versuche eines Kollegen, ihn endlich mit seinem heimlichen Schwarm Tiffany (Carrie-Anne Moss), einer Vorstadt-Ehefrau mit einer Vorliebe für schnittige Motorräder, bekannt zu machen. Erst Morpheus (Yahya Abdul-Mateen II) zeigt Thomas auf, wie er zu seinem „wahren Ich“ finden kann – und so kehrt Thomas nach all den Jahren dahin zurück, wo alles begonnen hat: Die Matrix ist allerdings gefährlicher als je zuvor – und steckt zudem voller Déjà-vus!

Die Déjà-vus setzten auch beim Publikum gleich zu Filmbeginn ein: So steckt die kämpferische Bugs (Jessica Henwick) etwa mitten in einer Nachstellung der Auftaktszene von „Matrix“, was sie selbst mit Fangirl-Kommentaren abfeiert – bis etwas schiefläuft! Irgendwas ist hier nicht mehr wie früher – und im weiteren Filmverlauf tauchen immer wieder leicht erkennbare Abwandlungen von kurzen Dialogzeilen oder ganzen Sequenzen auf, die „Matrix“-Fans bereits hinlänglich bekannt sind. Die meisten davon stammen aus dem ersten Film, während die Ereignisse aus den Sequels eher stiefmütterlich behandelt werden. Die (Wieder-)Einführung von Keanu Reeves' Doppelrolle des Thomas Anderson / Neo ist dann auch weniger eine klassische Wiedersehensfeier mit einem bei Fans beliebten Helden – sondern vor allem ein bissig-augenzwinkernder Kommentar auf den Stand des modernen Hollywoodkinos voller Reboots, Remakes und Sequels, die ebenfalls „zurück zu den Anfängen“ kehren (also alles von „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ bis hin zum 2018er „Halloween“).

Mehr als nur Meta


Ähnlich wie etwa Wes Cravens Meta-Slasher „Freddy’s New Nightmare“ spielt auch „Matrix Resurrections“ in einer Welt, in der die Vorgängerfilme existieren – wenn auch als Videospiele und nicht als Kinofilme. Trotzdem erinnern die Gespräche, in die Thomas Anderson als Gamedesigner immer wieder verwickelt wird (und die Keanu Reeves mit herrlich verdattertem Gesichtsausdruck über sich ergehen lässt), frappierend an reale Debatten über die „Matrix“-Trilogie. Hier die Puristen, die vor allem Teil 1 abfeiern – und dort die Supernerds, die Bestätigung für ihre abgefahrenen Interpretationen suchen. Thomas‘ Arbeitgeber ist hingegen vor allem an einem vierten Teil interessiert – der soll nämlich unbedingt kommen, egal ob Thomas mitzieht oder nicht.

Allerdings wächst „Matrix Resurrections“ dann aber zum Glück doch recht schnell über den Status eines reinen selbstironischen Neuaufgusses oder bloßen spitzzüngigen Kommentars über den Status quo von Hollywood hinaus: Die „Matrix“-Trilogie hatte vieles zu bieten, aber vor Gefühlen strotzte sie nicht gerade. Stattdessen war die Romanze zwischen Trinity und Neo kaum mehr als eine Sprungfeder im Plotgetriebe. Das ist durchaus ein valider Kritikpunkt in einer Filmreihe, die ja explizit vom Kampf der fühlenden Menschen gegen die kalten Maschinen handelt. „Matrix Resurrections“ revidiert diesen Makel - erzählerisch wie inszenatorisch.

 

Genre:
Action, Sci-Fi
Regie:
Lana Wachowski
Darsteller:
Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, Yahya Abdul-Mateen II
Filmlänge (min):
148
Altersfreigabe:
FSK ab 16 freigegeben
Produktionsland:
USA
Erscheinungsjahr:
2021
Trailer

Powered by iCagenda

Suche

Programmkalender

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
27

Öffnungszeiten

Montag & Donnerstag:
10:00 Uhr - 01:00 Uhr

Dienstag & Mittwoch:
11:30 - 01.00 Uhr

Freitag & Samstag:
10:00 Uhr - 03:00 Uhr

Sonntag:
14:00 Uhr - 01:00 Uhr

kein Ruhetag

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.