Sterben

Kino
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Datum: Mo, 10. Jun 2024 20:00

 

Alle Termine:


  • Do, 30. Mai 2024 18:00
  • Fr, 31. Mai 2024 18:00
  • Sa, 1. Jun 2024 18:00
  • So, 2. Jun 2024 18:00
  • Mo, 3. Jun 2024 18:00
  • Di, 4. Jun 2024 18:00
  • Mi, 5. Jun 2024 18:00
  • Do, 6. Jun 2024 20:00
  • Fr, 7. Jun 2024 20:00
  • Sa, 8. Jun 2024 20:00
  • So, 9. Jun 2024 20:00
  • Mo, 10. Jun 2024 20:00
  • Di, 11. Jun 2024 20:00
  • Mi, 12. Jun 2024 20:00

Lissy Lunies (Corinna Harfouch) ist Mitte 70 und insgeheim froh, dass ihr dementer Mann mittlerweile in einem Pflegeheim dahinsiecht. Doch die neu gewonnene Freiheit währt angesichts ihrer eigenen Krankheiten wie Diabetes, Nierenversagen und Krebs und einer beginnenden Erblindung nur kurz. Viel Zeit bleibt auch ihr nicht mehr. Derweil arbeitet ihr Sohn Tom (Lars Eidinger) als Dirigent gemeinsam mit seinem depressiven besten Freund Bernard (Robert Gwisdek) an einem neuen Werk namens „Sterben". Und der Name der Komposition wird fortan zum Programm seines eigenen Lebens. Seine Ex-Freundin Liv (Anna Bederke) macht Tom kurzerhand zum Ersatzvater ihres Kindes, das eigentlich auch sein eigenes hätte sein können. Ellen (Lilith Stangenberg), Toms Schwester, lässt sich unterdessen auf eine Affäre mit dem Zahnarzt Sebastian (Ronald Zehrfeld) ein. Die beiden eint vor allem eine Sache: die Liebe zum Alkohol. Ellen will sich nicht dem System beugen und mit dem Strom schwimmen und wählt stattdessen den Rausch. Doch alles im Leben hat seinen Preis.

Einen Film über das große Ganze wollte „Der freie Wille“-Regisseur Matthias Glasner mit „Sterben“ drehen, einen Film über Geburt und Tod, über Familien, Eltern, Kinder, über Liebe und Sex und alles dazwischen. Hehre Ambitionen, wie man sie im sich allzu oft in Schubladen aufhaltenden deutschen Kino nicht oft formuliert hört. Ambitionen aber auch, an denen man leicht scheitern kann. So wie Glasner in der zweiten Hälfte seines überlangen Epos, das drei Stunden um eine Familie und ihr Umfeld kreist, sich dabei zu spektakulär guten Szenen aufschwingt, in denen deutsche Schauspielstars wie Lars Eidinger und Corinna Harfouch herausragen, dann aber auch wieder verkürzt und in Klischees erzählt. Vielleicht war der Ansatz am Ende doch einen Tick zu gewagt, auch wenn jedem Filmemacher mit solch gewaltigen Ambitionen erst einmal gratuliert gehört.

Lissy Lunies (Corinna Harfouch) sitzt gleich im wahrsten Sinne des Wortes in der (eigenen) Scheiße. Ihr Mann Gerd (Hans-Uwe Bauer) kann ihr da aber auch nicht helfen, denn der leidet an Parkinson, läuft schon mal nackt durchs Treppenhaus und wird bald in ein Pflegeheim abgeschoben. Zwei Kinder hat Lissy, doch die stehen der Mutter ebenfalls nicht zur Seite, sondern kämpfen mit eigenen Problemen: In Berlin probt der Dirigent Tom (Lars Eidinger) mit einem Jugendorchester eine Komposition seines Freundes, dem depressiven Komponisten Bernard (Robert Gwisdek). Zusätzlich ist Tom quasi Vater geworden, denn seine Ex-Freundin Liv (Anna Bederke) hat ein Kind bekommen, will mit dem leiblichen Vater des Kindes aber möglichst wenig zu tun haben. In Hamburg wiederum lebt Toms Schwester Ellen (Lilth Stangenberg) ein Leben im Rausch, trinkt, singt und beginnt eine Affäre mit ihrem verheirateten Zahnarzt-Chef Sebastian (Roland Zehrfeld), als deren Basis Alkohol und Sex dient…

Jakub Bejnarowicz / Port au Prince / Schwarzweiss / Senator
Lars Eidinger gibt in seiner Rolle mal wieder alles.

Uff. Einen ganz schönen Reigen an Figuren, Verwicklungen, Kindern und Familienstrukturen tischt uns Matthias Glasner da in seinem neuen Film auf, der in fünf Kapiteln und einem Epilog ein breites Panorama von Emotionen und Exzessen entfaltet. Während die ersten drei Kapitel nach den drei Familienmitglieder Lissy, Tom und Ellen benannt sind, heißen spätere Liebe und Leben, was – zusammen mit dem Filmtitel „Sterben“ – Erinnerungen an Karl Ove Knausgårds autobiografisches Romanprojekt weckt, das in ähnlicher Breite von Familien, Lieben und Kunst erzählte. Wenn es aber doch so etwas wie das Zentrum der Geschichte gibt, dann ist das Tom.

Lars Eidinger („Abgeschnitten“) spielt ihn als typischen Berliner der Gegenwart, freiberuflich tätig, ichfixiert, keine festen Bindungen eingehend (seine von Saskia Rosendahl gespielte Assistentin Ronja ist eine On-Off-Affäre), sich in unterschiedlichen Patchwork-Strukturen bewegend. Mit leichter Ironie und Spott zeichnet Glasner die Welt des Prenzlauer Berges, deutet die Zerrissenheit einer Generation an, die oft oberflächlich und unbestimmt agiert, aber doch nach Emotion und Pathos strebt. Das gilt vor allem für Toms manisch-genialistischen und zugleich manisch-depressiven Komponisten-Kumpel Bernard, der ein Stück namens „Sterben“ geschrieben hat, dessen Proben und Aufführungen den Film strukturieren, bisweilen aber auch bremsen.

 

Genre:
Drama
Regie:
Matthias Glasner
Darsteller:
Lars Eidinger, Corinna Harfouch, Lilith Stangenberg
Filmlänge (min):
180
Altersfreigabe:
FSK ab 16 freigegeben
Produktionsland:
Deutschland
Erscheinungsjahr:
2024
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