Aretha Franklin: Amazing Grace

Kino
Datum: Di, 4. Feb 2020 20:30

 

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  • Di, 4. Feb 2020 20:30
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Nach insgesamt 20 Alben und ganzen elf Nummer-eins-Hits war Aretha Franklin 1972 an einem Punkt angekommen, an dem sie schlicht alles erreicht hatte, was nur möglich war. Also beschloss die hinlänglich als Queen of Soul bekannte Sängerin, zurück zu den Wurzeln ihrer erfolgreichen Karriere zu gehen. Zusammen mit dem Southern California Community Chor und Gospel-Ikone James Cleveland gab sie deswegen ein Konzert in der Missionary Baptist Church von Watts. Das Ergebnis der Aufnahmen der Veranstaltung: „Amazing Grace“, das bis heute meistverkaufte Gospelalbum der Geschichte. Die Veröffentlichung der Konzertaufnahmen, die unter der Regie von Sidney Pollack entstanden, war aus technischen sowie juristischen Gründen jahrzehntelang nicht möglich. 2019 war es nun soweit: „Amazing Grace“ kommt nach 47 Jahren erstmals auf die Leinwand.

 

Aretha Franklin: Amazing Grace

 

Von Christoph Petersen
 
Im Januar 1972 war Aretha Franklin, die laut einer 2010 durchgeführten Wahl des Rolling Stone Magazine beste Sängerin aller Zeiten, längst ganz oben auf dem Zenit ihrer kometenhaften Karriere angekommen. Auf stolze elf Nummer-eins-Hits konnte die „Königin des Souls“ zu diesem Zeitpunkt bereits zurückblicken. Trotzdem beschloss Franklin, mal etwas Anderes zu versuchen und zu ihren Anfängen als Sängerin in der Kirche ihres Vaters, einem Baptistenpfarrer, zurückzukehren: In der Missionary Baptist Church im Stadtteil Watts von Los Angeles sollte an zwei Abenden vor Live-Publikum ein Konzertmitschnitt aufgenommen werden – das Ergebnis „Amazing Grace“ ist bis heute das meistverkaufte Gospelalbum aller Zeiten!

Und weil Konzertfilme damals gerade schwer in Mode waren, beauftragte Warner Bros. den damals 37-jährigen, vor allem im Fernsehgeschäft erfahrenen Regisseur Sydney Pollack (der 14 Jahre später zwei Oscars für „Jenseits von Afrika“ gewinnen sollte) damit, Filmaufnahmen von den zwei Auftritten anzufertigen. Doch es lief etwas schief: Im Anschluss stellte sich nämlich heraus, dass Bild und Ton nicht synchron waren, was sich beim damaligen Stand der Technik als unüberwindliches Problem erwies. Also wanderten die Aufnahmen erst einmal in irgendein Archiv, bis Pollack sie im Jahr 2007 (also ein Jahr vor seinem Tod) an den Filmemacher Alan Elliott weiterreichte, der die technischen Probleme tatsächlich beheben konnte.

Aber damit war die Odyssee immer noch nicht vorüber. Weil Aretha Franklin aus unbekanntem Grund nicht damit einverstanden war, dass das Material nach so vielen Jahren noch veröffentlicht wird, verhinderte sie eine Aufführung. Erst nach ihrem Tod im August 2018 erlaubten ihre Erben schließlich, den Konzertfilm „Aretha Franklin: Amazing Grace“ öffentlich vorzuführen. Und der ist gleich in doppelter Hinsicht ein Geschenk: Zum einen werden wir Zeuge eines grandiosen Auftritts von Aretha Franklin, die in diesen eineinhalb Stunden tatsächlich ganz nah bei Gott zu sein scheint und sich abseits ihres die Grenzen zwischen Himmel und Erde zerschmetternden Gesangs so zurückhaltend gibt wie nie. Zum anderen ist „Amazing Grace“ ein faszinierendes Zeitdokument – denn natürlich ist das Material nicht so zusammengeschnitten, wie es Sydney Pollack wohl damals für sein TV-Special geplant hatte.

 

Genre:
Dokumentation, Musik
Regie:
Alan Elliott, Sydney Pollack
Darsteller:
Aretha Franklin, Mick Jagger, Sydney Pollack
Filmlänge (min):
89
Produktionsland:
USA
Erscheinungsjahr:
2018
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